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Speerartige Halme...


...gezeigt werden etwa 80 kleinformatige Holz-Span-Zeichnungen mit Tusche, die in ihrer reduziertzen Form stark an chinesisch-japanische Traditionen erinnern.


Damit haben die Zeichnungen allerdings nichts zu tun - die

extrem reduzierte Form entsteht aus der motorisch-automatischen Malweise, wobei die Zeichnungen allerdings im Nachhinein durch gewisse Maßordnungslinien doch in eine bewußte und überprüfbare Ebene überführt werden.


Eigentlich stellen die Zeichnungen nichts dar, erinnern aber stark an organische Strukturen, wie sie z.B. bei Pflanzen wie Bambus, Schilf oder Schachtelhalm vorkommen.


Den Zeichnungen zugeordnet sind drei etwa 2,80m hohe Skulpturen aus teilweise verrostetem Eisen, die das Prinzip der Zeichnungen, senkrechte Flächen in rhythmischen Abständen zu unterteilen, wieder aufnehmen. Etwa acht bis zehn unterschiedlich lange Eisenrohre mit leicht aufgemschmiedeten Enden wurden dabei senkrecht übereinandergestellt, so daß sich leichte Verkürzungen und Verdrehungen ergeben, die in Verbindung mit Material und Form der Skulptur ebenfalls an orgnaisch Gewachsenes erinnern.


In anderer Hinsicht aber wird der architektonische Bezug der Arbeiten Anton Kirchmairs deutlich:Im fast spartanisch eingerichteten Atellierraum werden zehn schlanke speerartige Halme gezeigt, die in ihrer streng rhythmischen Ordnung und archaischen Wirkung z.B.an Speere eines Negerstammes erinnern. Sie sind ebenfalls wie die großen Skulpturen aus vorgefertigten Eisenrohr-Elementen gefertigt, mit lockeren Muffen miteinander verbunden und bedürfen der Stütze der Wand, an der sie sich sperrig bis eckig und durchgebogen emporarbeiten........



M.Mende, Mittelbayerische Zeitung